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Melanie ist erst seit sechs Wochen in der Ausbildung bei Inges Frisierladen in Donaueschingen. Vorerst aber sieht sie ihre Chefin wenig, denn sie besucht ein halbes Jahr lang eine Friseurschule in Lörrach. Die praktische und theoretische Ausbildung dort ist Teil des Ausbildungsvertrages und findet innerhalb der dreijährigen Ausbildung statt. Natürlich besucht Melanie auch die Berufsschule. Wir treffen die 15-jährige auch nur am Samstag im Betrieb an, wo sie bei Hochbetrieb schon einige kleine Aufgaben übernehmen kann. Melanie begeistert sich für den Beruf, weil Farbe und ein neuer Haarschnitt Personen verändern. Gestalten am Menschen darf Melanie noch nicht, aber immerhin darf sie einem Kunden den Kopf waschen! Und das macht sie wirklich schon professionell. Sie achtet auf die entspannte Kopflage beim Kunden, die richtige Wassertemperatur prüft sie an der eigenen Hand, und sie übt den richtigen Druck beim Shamponieren aus. Das alles klingt vielleicht einfach, will aber erst gelernt sein! Am Modellkopf übt Melanie auch schon Schneidetechniken. Wir erfahren auch, dass der Modellkopf, oder Friseurkopf, wie Melanie ihn nennt, mehrmals verwendet werden kann. Zuerst werden Langhaarschnitte erprobt, solange bis es nur noch für einen Herrenkurzhaarschnitt reicht. Und dann darf der nächste Kopf herhalten.

Jungmeisterin Daniela Hall erinnert sich gerne an ihre eigene Ausbildungszeit zurück. Sie war sich sicher, gleich den richtigen Beruf ergriffen zu haben. Deshalb hat sie auch schon während der Ausbildung gewusst, dass sie einmal einen Meisterkurs absolvieren will. Und das hat sie dann auch so schnell wie möglich getan. Kontakt mit Menschen, die abwechslungsreiche handwerkliche Tätigkeit, man sieht gleich das Ergebnis, man erhält das Feedback vom Kunden, all das sind Dinge, die ihr an ihrem Beruf weiterhin gefallen.

Frau Natascha Nagel unterrichtet an der Gewerbeschule in Villingen-Schwenningen die Friseurklassen. Nach dem dualen Ausbildungsprinzip deckt der Schulbesuch den fachtheoretischen Teil der Lehre ab und ergänzt die fachpraktische Ausbildung im Betrieb. Und so wechselt auch der Unterricht ab: Einmal die Woche steht Fachtheorie auf dem Plan und alle vier Wochen gibt es einen Praxistag. Fachtheoretische Fächer etwa sind Haut- und Haarkunde, Biologie, Chemie, Fachrechnen und Abrechnungswesen, Kundenberatung, Gestalten, hier vor allem Farb- und Formlehre, Zeichnen, Stilkunde, meint hier eher Stilgeschichte und Geschichte des Friseurberufes. Nachmittags kommen die allgemeinbildenden Fächer wie Deutsch, Gemeinschaftskunde und Wirtschaftskunde dazu. Der fachpraktische Teil, der an der Schule unterrichtet wird, dient als Ergänzung zur Arbeit im Betrieb. Der Unterrichtsraum ist wie ein echter Friseursalon eingerichtet. Hier werden beispielsweise Dauerwellenwickeltechniken oder verschiedene Schneidetechniken geübt. Zum Schneiden gibt es Übungsköpfe, die jeder Schüler am Anfang der Ausbildung bekommt. Auch die richtige Anwendung von Kosmetik wird am Praxistag geübt, ein Teil der Friseurausbildung, der in der betrieblichen Praxis gerne vernachlässigt wird.

Frau Schnekenburger ist neben ihrer Inhaber-Tätigkeit als Friseurmeisterin auch Mitglied der Prüfungskommission im Friseurhandwerk. Am Tag der Zwischenprüfung wird ein Friseursalon-Alltag gestaltet. Die Prüflinge müssen Ihre Modelle, in der Regel sind das Freunde oder Bekannte, selbst mitbringen. Am Prüfungstag, praktischerweise ein Sonntag, wird ein Damenhaarschnitt, ein Herrenhaarschnitt, eine Dauerwelle und eine Maniküre verlangt. Kundenwünsche also, wie sie jeden Tag in einem Friseurbetrieb vorkommen. Oder allgemeiner ausgedrückt, es wird das handwerkliche Können geprüft. Und wie bei anderen Berufen auch, dient eine Zwischenprüfung der Selbstkontrolle und zum Kennenlernen einer Prüfungssituation. Die Gesellenprüfung geht dann über zwei volle Tage. Im fachpraktischen Teil müssen sechs Arbeitsproben abgegeben werden: Dauerwelle, Damenhaarschnitt, Herrenhaarschnitt, Nageldesign, kosmetische Behandlung und Beratung und das Gesellenprüfungsstück. Dieses muss etwas Besonderes und Anspruchsvolles sein, auf jeden Fall nichts Alltägliches. Dies ist Voraussetzung dafür, dass neben den handwerklichen Fähigkeiten auch Typen- und Stilsicherheit und Kreativität gezeigt werden können. Eine Damenfrisur muss „gezaubert“ werden. Zusätzlich muss das Haar auch gefärbt werden. Dem Modell wird passendes Make-up aufgetragen, bevor dann das Nageldesign die Gestaltung abschliesst. Zum insgesamt feierlichen Rahmen der Abschlussprüfung kommen die Modelle selbstverständlich schick gekleidet.

Diesen Artikel als Arbeitsblatt: Download PDF

Mehr über Melanie, ihre Arbeit als Friseurin-Azubi, die Jungmeisterin Daniela, die Berufsschullehrerin Frau Nagel und die Ausbilderin Frau Schnekenburger, kannst Du erfahren, wenn Du die vier mp3-Dateien anhörst!

Die Audiodaten sind im MP3-Format abgespeichert. Um diese anzuhören benötigt man einen MP3 fähigen Player den Du hier runterladen kannst.


Ist die Temperatur angenehm?
Jungmeisterin Daniela
Berufsschulunterricht
Zwischen- und Abschlussprüfung

Wir bedanken uns beim Ausbildungsbetrieb



Inges Frisierladen
Friseurmeisterin Inge Schnekenburger
Max-Egon-Strasse 8
78166 Donaueschingen