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Die Reagenzgläser und Pipetten sind oft mit Milch gefüllt, Eingangs- und Produktkontrolle ist tägliche Praxis der Auszubildenden zur Milchwirtschaftlichen Laborantin. Aus dem Euter kommt nun mal keine H-Milch, sondern Rohmilch. Und Rohmilch ist ein empfindliches Naturprodukt, selbst eine einwöchige Lagerung im Kühlschrank kann die Milch durch Erreger belasten. Deshalb müssen Erzeuger und Molkerei strenge Hygienevorschriften beachten ...

Milch ist ein sehr gesundes und nährstoffreiches Getränk. Neben 87,5 Prozent Wasseranteil bietet die Milch als weitere Bestandteile Milchfett, Milchzucker, das ist Laktose, Milcheiweiß, Vitamine und Mineralstoffe, vor allem der Calziumanteil, wichtig für den Knochenaufbau, ist hoch.
Neben der reinen Konsummilch untersucht Sarah natürlich auch Buttermilch, Kondensmilch, Milchpulver, Kaffeesahne und andere Milchprodukte wie Käse, Butter, Quark und Sahne.

Die Ausbilderin im chemischen Labor, Frau Hehl, bereitet die Miwila-Azubis heute auf die Schlagsahne-Prüfung am nächsten Tag vor. So wird heute am Nachmittag nochmals fleißig geübt, und Sarah sieht Schlagsahne bei ihrer Arbeit nicht auf dem Kuchen, sondern betrachtet sie als ein Molkereiprodukt, welches sich hohen Qualitätsanforderungen stellen muss. Dazu werden Proben entnommen, die Inhaltsstoffe und deren Zusammensetzung überprüft und auf mikrobakteriologische Belastungen untersucht.

Vormittags war Sarah mit ihren bequemen wie sehr hübschen Fleckviehpantoffeln aus Kunsthaut bei den Erstis während der Eingangskontrolle dabei. Schon in anleitender Funktion, versteht sich. Sie selbst erinnert sich an einige Arbeiten während des ersten Ausbildungsjahres. Die Inhalte waren vorwiegend das Kennenlernen der Laborgeräte, der chemisch-physikalischen Untersuchungsmethoden und das ausführliche Lernen über Hygienemaßnahmen. Jetzt im zweiten Lehrjahr kommt der Bereich Mikrobiologie hinzu. Und was ihr noch besser gefällt: Sie darf auch neugieriger sein und an verantwortungsvollere Aufgaben ran.

Die Verdienstmöglichkeiten in diesem äußerst zukunftsfähigen Beruf sind gut. Im ersten Ausbildungsjahr erhalten die Milchwirtschaftlichen Laboranten 622 EUR, im 2. Lj. 705 EUR und im 3. Lj. 777 EUR (Stand 11/2007). Die Chancen nach der Ausbildung sind vielfältig. Neben der Weiterqualifizierung zum Labormeister oder zum Techniker gibt es auch genügend Studienmöglichkeiten.
Betätigungsfelder nach der Aus- oder Weiterbildung sind auch in Sparten möglich, die sich nicht mit Milch beschäftigen: Pharma, Chemie, Farben- und Lackindustrie, Biotechnologie, Umwelt- und öko, um nur einige zu nennen.

Sarah hat sich vor ihrem Realschulabschluss um eine Lehrstelle als Milchwirtschaftliche Laborantin beworben. Der Ausbildungsbetrieb ist aber keine Molkerei, sondern die Staatliche Milchwirtschaftliche Lehr- und Forschungsanstalt – Dr.-Oskar-Farny-Institut in Wangen im Allgäu. Hier absolvieren die Auszubildenden der milchwirtschaftlichen Betriebe aus Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und dem südlichen Nordrhein-Westfalen ihre überbetriebliche Ausbildung in den Ausbildungsberufen Molkereifachmann/frau und Milchwirtschaftliche Laborantin, Milchwirtschaftlicher Laborant. Das Institut ist zertifiziertes Kompetenzzentrum für die Milchwirtschaft, hat deshalb selbst Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern und stellt jährlich mehrere Ausbildungsplätze zur Verfügung.

Du kannst Sarah zuhören, was sie so über ihre Arbeit erzählt

Die Audiodaten sind im MP3-Format abgespeichert. Um diese anzuhören benötigt man einen MP3 fähigen Player den Du hier runterladen kannst.



Sarah lernt Milchwirtschaftliche Laborantin

Wir bedanken uns beim Ausbildungsbetrieb



MLF Wangen im Allgäu
Am Maierhof 7
88239 Wangen im Allgäu
MLF Wangen im Allgäu