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Frau Trefzger von der Firma Kachelofenbau Trefzger gibt uns folgende Bewerbertipps:

Schriftliche Bewerbung
Bei einer schriftlichen Bewerbung lege ich Wert auf darauf, dass sie ordentlich und vollständig ist. Zusätzlich zum Anschreiben, tabellarischem Lebenslauf, Passbild und dem letzten Zeugnis freue ich mich über eine kurze schriftliche Begründung des Berufswunsches. Das Anschreiben kann gerne handschriftlich sein.

Zeugnis
Für einen Kachelofenbauer reicht eine Drei in Mathe nicht aus. In diesem Fach wünsche ich mir mindestens eine Zwei. Leider muss ich immer wieder feststellen, dass viele Bewerber nicht einmal richtig Prozent-Rechnen können. Bewerber mit guten Noten haben auch in der Berufsschule keine Probleme.

Betriebspraktikum
Ein Betriebspraktikum finde ich grundsätzlich wichtig. In 14 Tagen kann man jedoch leider nicht alles vermitteln. Ein Praktikant bekommt nur einen groben Einblick, da unsere Branche sehr vielfältig ist. Wenn er Pech hat, werden in den 14 Tagen, in denen er da ist, nur Reparaturen erledigt und er erkennt das wahre Berufsbild nicht richtig.

Vorstellung
Aufregung beim Vorstellungsgespräch habe ich bisher nicht erfahren. Die Bewerber sind alle total cool.

Ich mag es nicht, wenn jemand in den Betrieb stürmt und sich danach erkundigt, ob wir ausbilden. Lieber ist es mir, wenn man vorher anruft und einen Termin vereinbart. Ich bekomme oft Anrufe von Eltern, die sich für ihre Kinder nach Ausbildungsplätzen erkundigen. Ich weiß dann, dass es sich dabei meistens um Jugendliche handelt, die anderweitig keinen Ausbildungsplatz bekommen haben. Die Eltern versuchen dann, ihr Kind auf den letzten Drücker noch irgendwo unter zu bringen. Der Jugendliche selbst hat jedoch kein Interesse am Beruf. Viel lieber ist es mir, wenn ein Jugendlicher Eigeninitiative ergreift und sich selbst um seine Zukunft kümmert. Ich erinnere mich an einen Auszubildenden, der wirklich hartnäckig war. Nachdem er ein Praktikum bei uns absolviert hatte, hat er seine Ausbildung bei uns begonnen, die er wirklich schaffen wollte. Er hat sich von einer Drei in Mathe während der Ausbildung auf eine Zwei verbessert und hatte als Realschüler überhaupt keine Probleme in der Berufsschule.

 

Ablauf des Vorstellungsgesprächs
Beim Vorstellungsgespräch spreche ich über das Berufsbild des Kachelofenbauers und zeige dem Bewerber den Betrieb. Ich weise ihn darauf hin, dass ich Wert auf sauberes, ordentliches Arbeiten lege und darauf, dass er sein Berichtsheft ordentlich führt. An der Berufsschule in Stuttgart finden zwei bis drei mal im Jahr sechs Wochen Blockunterricht statt. Den regulären Berufsschulunterricht gibt es bei uns nicht. Verläuft ein Vorstellungsgespräch positiv, lade ich den Bewerber zusätzlich zu einem ca. einstündigen Test an einem anderen Termin ein. Dieser Test beinhaltet z. B. Flächenberechnungen, das spiegelverkehrte Zeichnen von Gegenständen und den Zahnräder-Test und ist auf jeden Fall zu schaffen.

Frau Trefzger
Kachelofenbau Trefzger, Inh. Wolfgang Müller
Merianstraße 56
79664 Wehr
www.kachelofentrefzger.de

Frau Trefzger im Gespräch mit der Redaktion Schule-Beruf.de, Herrn Wolfsperger:

Die Audiodaten sind im MP3-Format abgespeichert. Um diese anzuhören benötigt man einen MP3 fähigen Player den Sie hier runterladen können.