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Herr Trefzger, Obermeister der Bäckerinnung Lörrach, gibt uns folgende Bewerbertipps:

Schriftliche Bewerbung
Bei einer schriftlichen Bewerbung lege ich Wert darauf, dass das Anschreiben handgeschrieben ist. Natürlich soll die Bewerbung vollständig sein. Der tabellarische Lebenslauf kann natürlich mit dem PC geschrieben sein. Ein Foto soll auch dabei sein. Das letzte Zeugnis ist mir auch wichtig, aber nicht ausschlaggebend. Der Blick in die Augen eines Bewerbers und sein Händedruck sind mir das Wichtigste.

Zeugnis
Beim Bewerberzeugnis achte ich vor allem auf die Noten in Bildende Kunst, Mathe und Deutsch. Hat ein Bewerber eine schlechte Mathematiknote, sehe ich mir die Noten in anderen naturwissenschaftlichen Fächern, wie z. B. Physik noch zusätzlich an.

Betriebspraktikum
Ein Betriebspraktikum ist bei mir keine Voraussetzung für eine Bewerbung. Es macht aber grundsätzlich Sinn, sowohl für den Praktikanten, als auch für den Betrieb. Ich empfehle Praktika von 1-2 Wochen, da man in dieser Zeit erkennen kann, ob jemand belastbar ist, wie sich jemand gibt und ob jemand morgens früh aufstehen kann. Es gibt Menschen, die einfach keine Frühaufsteher sind, Andere müssen sich einfach nur an das frühe Aufstehen gewöhnen.

Vorstellung
Auf keinen Fall sollte ein Bewerber ungepflegt zum Vorstellungsgespräch erscheinen. Er sollte saubere ordentliche Kleidung tragen. Ich schrecke zurück, wenn ich sehe, dass ein Bewerber ein Zungenpiercing hat. Man weiß ja nicht so genau, inwiefern die Geschmacksnerven dadurch beeinträchtigt werden. Ich lege Wert auf einen festen Händedruck. Ein Bewerber sollte keine Angst vor einem Vorstellungsgespräch haben, jedoch auch nicht zu forsch auftreten.

 

Ablauf des Vorstellungsgesprächs
In der Regel begleitet ein Elternteil einen Bewerber zum Vorstellungsgespräch. Das bewerte ich auf keinen Fall negativ. Ich stelle meine Fragen so, dass der Bewerber selbst antworten muss und nicht die Eltern für ihn das Gespräch führen. Ich versuche herauszufinden, wie stark das Berufsinteresse des Bewerbers wirklich ist. Natürlich weise ich darauf hin, dass man als Bäcker früh aufstehen können muss, ansonsten würde man sich in diesem Beruf nur quälen. Ich spreche nicht über einzelne Zeugnisnoten, frage aber nach Lieblingsfächern in der Schule. Der Berufsschulbesuch wird natürlich auch angesprochen. Bäcker sind ausdauernde, durchsetzungsfähige und belastbare Leute, die nach ihrer Ausbildung viele Möglichkeiten haben, auch außerhalb des Bäckerberufes.

Fritz Trefzger
Bäckermeister
Stv. Kreishandwerksmeister, Innungsobermeister
Betrieb: Fritz Trefzger jun. Bäckerei, Konditorei
Pflughof 21
79650 Schopfheim

Herr Trefzger im Gespräch mit der Redaktion Schule-Beruf.de, Herrn Wolfsperger:

Die Audiodaten sind im MP3-Format abgespeichert. Um diese anzuhören benötigt man einen MP3 fähigen Player den Sie hier runterladen können.