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Herr Lederer, Obermeister der Fleischerinnung Lörrach, gibt uns folgende Bewerbertipps:

Schriftliche Bewerbung
Eine schriftliche Bewerbung soll vollständig sein, also mit Anschreiben, tabellarischem Lebenslauf, Passfoto und dem letzten Schulzeugnis. Ob das Anschreiben handschriftlich oder mit PC geschrieben ist, spielt für mich keine Rolle. Ich achte besonders auf den Werdegang eines Bewerbers, wobei ich mich für die letzten zwei bis drei Jahre interessiere. Außerdem interessiert mich, ob ein Bewerber bereits ein Vorpraktikum gemacht hat.

Zeugnis
Beim Bewerberzeugnis halte ich die Noten in Mathematik, Sport und Mitarbeit für sehr wichtig. Bei Hauptschülern erwarte ich in diesen Fächern mindestens eine Zwei, bei Realschülern mindestens eine 2,5. Hat ein Jugendlicher keine gute Note in Sport, ist er in der Regel nicht so belastbar. Bewerber mit schlechten Zeugnisnoten bilde ich nicht mehr aus. Die Erfahrung zeigt, dass solche Azubis auch in der Berufsschule Probleme haben und die Prüfung am Ende nicht schaffen.

Betriebspraktikum
Ein Betriebspraktikum ist bei uns keine Voraussetzung. Weiß jemand nicht, was er nach der Schule beruflich machen will, bieten wir jedoch gerne Praktika an. Schließen wir einen Ausbildungsvertrag mit einem Jugendlichen ab, bitten wir diesen, bereits 4 Wochen vor Beginn seiner Ausbildung nachmittags bei uns vorbei zu kommen. So weiß er bereits bei Ausbildungsbeginn, was er machen muss.

Vorstellung
Leider mache ich beim Vorstellungsgespräch oft die Erfahrung, dass viele Bewerber desinteressiert in der Ecke sitzen und nicht wissen, was sie eigentlich wollen. Ich habe hier mit Praktikanten von der Realschule bessere Erfahrungen gemacht. Sie sind oft motivierter.

 

Ablauf des Vorstellungsgesprächs
Da ich die Eltern eines Bewerbers gerne mit einlade, sind sie meistens beim Vorstellungsgespräch dabei. Ich stelle meinen Betrieb vor und erkläre, was man bei uns lernen kann. Natürlich sprechen wir auch über den Berufsschulbesuch. Ich lege Wert darauf, jede Arbeit aus der Schule zu sehen. Zur Berufsschule in Lörrach habe ich einen guten Draht. Fehlt jemand unentschuldigt, ruft die Schule sofort bei mir an.
Manchmal passiert es, dass ein Bewerber einfach zusammen mit den Eltern und den Bewerbungsunterlagen unter dem Arm in den Betrieb kommt. Dann nehme ich mir Zeit und führe das Vorstellungsgespräch sofort. Sehe ich, dass das Bewerberzeugnis sehr schlecht ist, dauert das Gespräch nicht länger als 10 Minuten. Ich scheue mich dann auch nicht davor, dem Bewerber den Grund für eine Absage zu erklären.

Joachim Lederer
Metzgermeister
Obermeister der Fleischerinnung Lörrach
Betrieb: Metzgerei Adler
Hauptstraße 187
79576 Weil am Rhein
www.metzgerei-adler.de

Herr Lederer im Gespräch mit der Redaktion Schule-Beruf.de, Herrn Wolfsperger:

Die Audiodaten sind im MP3-Format abgespeichert. Um diese anzuhören benötigt man einen MP3 fähigen Player den Sie hier runterladen können.