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Herr Gehrke, Malermeister, gibt uns folgende Bewerbertipps:

Schriftliche Bewerbung
Bei einer schriftlichen Bewerbung ist mir die äußere Form wichtig, durch die ich einen ersten Eindruck des Bewerbers bekomme. Sie soll komplett und sauber sein. Auch auf den Inhalt lege ich großen Wert. Leider stolpere ich in den Anschreiben immer wieder über Fehler. Das Zeugnis ist mir ebenfalls sehr wichtig. Die Noten sollten mindestens befriedigend sein.

Zeugnis
Ich lege vor allem Wert auf die Note in Deutsch, da sich ein Azubi ausdrücken können muss. Mir ist auch die Note in Mathematik wichtig und die Noten in Verhalten und Mitarbeit, da ein Azubi bei uns direkten Umgang mit der Kundschaft und den Kollegen hat. Auf die Kunstnote achte ich beim Bewerberzeugnis nicht, da unser Beruf weniger mit Gestaltung, als vielmehr mit Technik zu tun hat.

Betriebspraktikum
Ein Betriebspraktikum halte ich für eine gute Sache. Ich habe gute Erfahrungen mit Praktikanten gemacht und bin daher immer dabei, wenn ich Anfragen nach Praktikantenstellen bekomme. So ein Praktikum ist gut für beide Seiten. Der Praktikant kann sich ein besseres Bild vom Beruf machen und ich sehe, wie er sich anstellt und ob er für den Malerberuf geschaffen ist. Bevor ich einen Lehrvertrag mit einem Bewerber abschließe, lade ich ihn für zwei Wochen zum Betriebspraktikum ein.

Vorstellung
Aufregung beim Vorstellungsgespräch finde ich nicht schlimm und habe Verständnis dafür. Schließlich habe ich das selber auch mal durchgemacht.
Ich setze voraus, dass einem Bewerber bereits zu Hause vermittelt wird, wie man sich bei einem Vorstellungsgespräch verhält und wie man sich dafür kleidet. Ich mag es nicht, wenn jemand mit einem zu lockeren Outfit zum Vorstellungsgespräch erscheint oder während des Gespräches fast einschläft. Bei echtem Interesse sollte man anständig auftreten. Ich lege auch großen Wert auf Augenkontakt beim Gespräch. Auf Tattoos und Piercings reagiere ich allergisch und habe meine eigene Meinung dazu. Mit Bewerbern vom Land habe ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie können sich gut darstellen und sind Arbeit von Haus aus gewohnt.

 

Ablauf des Vorstellungsgesprächs
Beim Vorstellungsgespräch möchte ich vom Bewerber wissen, wie er sich die Ausbildung vorstellt. Dann weise ich darauf hin, dass er bereit sein sollte, in die Hände zu spucken und Leistung zu zeigen. Im Handwerk gibt es ab und zu Tätigkeiten, die fertig werden müssen. Daher sollte ein Bewerber auch mal bereit sein, abends länger zu bleiben. Ich erkläre, dass wir in kleinen Teams von zwei bis drei Mann arbeiten, in denen sich keiner zurückhalten, sondern alle voll mitarbeiten müssen. Ich spreche auch über den Berufsschulbesuch. Es gibt zum einen den Blockunterricht über sechs Wochen in der Gewerbeschule, zum anderen die überbetrieblichen Unterweisungen der Handwerkskammer. Ich lege Wert auf die Bewertungen in der Berufsschule und vor allem auch auf die Meinung des Lehrers über meinen Azubi.

Karl Gehrke
Malermeister
Hauptstr. 68
78176 Blumberg