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Herr Häring, Obermeister der Konditoreninnung Kammerbereich Konstanz, gibt uns folgende Bewerbertipps:

Schriftliche Bewerbung
Die Bewerbung soll sauber und vollständig sein. Dazu gehört ein tabellarischer Lebenslauf mit Hinweis auf Vorbildung, Schulabschluss, Tätigkeit der Eltern und Freizeit. Auch eine Vereinsmitgliedschaft kann sich günstig auswirken. Ob die Bewerbung handschriftlich verfasst ist, ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass sie aussagekräftig und absolut fehlerfrei geschrieben ist. Bei mir ist der erste persönliche Eindruck des Bewerbers wichtig und wenn dieser durch eine vollständige und fehlerfreie schriftliche Bewerbung unterstützt wird, ist das umso besser.

Zeugnis
Die Innungsbetriebe bilden Konditor/innen und Konditoreifachverkäufer/innen aus. In den Fächern Mathe und Deutsch ist mindestens die Note 3 Voraussetzung. Von den Konditor/innen erwarten wir bildlich gestalterische Fähigkeiten und Form- und Farbgefühl. Unter Mathematik verstehen wir Rechnen, insbesondere die 4 Grundrechenarten, Dreisatz und Prozentrechnen, mehr wird nicht verlangt, aber es soll gut beherrscht werden.

Betriebspraktikum
Dies wird verschieden gehandhabt. Ich selbst mache es nicht zur Voraussetzung und verlasse mich mehr auf mein persönliches Gefühl. Wenn sich ein Bewerber für ein Praktikum interessiert, lade ich auch mal auf ein bis zwei Tage ein. Wichtig aber ist, dass die Betriebspraktika schon während der Schulzeit durchgeführt werden.

Allgemein machen wir mit jungen Leuten vom Land gute Erfahrungen. Sie sind von Haus aus mehr selbständiges Arbeiten gewöhnt, besonders die Mädchen.

Man kann sagen, dass wir in unserem Beruf so gut wie keine Ausbildungsabbrüche haben.

Vorstellung
Ich versuche den Bewerbern ihre Aufregung zu nehmen, indem ich eine angenehme Atmosphäre schaffe. Ein unverfänglicher Einstieg ins Gespräch mit Kaffee und Tee bringt Lockerheit. Es ist wichtig, dass das Interesse für den Beruf sichtbar wird.

 

Ob das Handy beim Vorstellungsgespräch klingelt, ist für mich nicht so negativ, das Handy gehört zu unserem Leben. Ich muss vom Bewerber den Eindruck haben, dass er später in der Berufsschule keine Probleme mit dem Unterrichtsstoff hat. Beim Bewerbungsgespräch soll man nicht besserwisserisch auftreten, sondern zeigen, dass man bereit ist, den Lehrstoff zu erlernen. Lernbereitschaft muss einfach sein und die Einstellung muss stimmen.

Ablauf des Vorstellungsgesprächs
Das Bewerbergespräch findet bei mir mit oder ohne Eltern am Stammtisch im Kaffee statt. Falls ein Betriebspraktikum absolviert wurde, werden Berührungspunkte zum Berufsbild Konditor/in oder Konditoreifachverkäufer/in besprochen. Wir sprechen über das Interesse am Beruf, eine Alibi-Bewerbung wird so schnell erkannt. Zum Schluss gibt es eine kleine Führung durch die Betriebsräume. Wir zeigen unser Verkaufssortiment und sprechen einen Tagesablauf durch. Ich entscheide mich direkt nach dem Vorstellungsgespräch für oder gegen den Bewerber, erwarte aber auch eine Zu- oder Absage des Bewerbers, spätestens 1 oder 2 Tage später. Der Azubi besucht alle 2 Wochen 2 Tage die Berufsschule. Zusätzlich finden Projektwochen und mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung (ÜBA) statt.

Konditorinnen und Konditorfachverkäuferinnen haben gute Wiedereinstiegschancen, da auch gut in Teilzeit gearbeitet werden kann.

Karl-Heinz Häring
Konditormeister
Obermeister der Konditoreninnung für den Kammerbezirk Konstanz
Kirchstraße 7/9
78054 VS-Schwennigen
www.cafe-haering.de

Herr Häring im Gespräch mit der Redaktion Schule-Beruf.de, Herrn Wolfsperger:

Die Audiodaten sind im MP3-Format abgespeichert. Um diese anzuhören benötigt man einen MP3 fähigen Player den Sie hier runterladen können.