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Herr Walser, Obermeister der Schreinerinnung Konstanz, gibt uns folgende Bewerbertipps:

Schriftliche Bewerbung
Zu einer kompletten Bewerbung gehört bei mir neben dem Anschreiben, dem tabellarischen Lebenslauf mit Foto und dem letzten Zeugnis auch ein Umschlag mit Rückporto. Zur Bewerbung insgesamt gehört eine Form von Ehrlichkeit, ich bemerke schnell, wenn die Bewerbung von einem Dritten geschrieben wurde. Weiter achte ich auf die richtige Berufsbezeichnung, in Süddeutschland gibt es keine Tischler, sondern Schreiner, keinen Klempner, sondern Blechner, in der Schreinbranche gibt es Bau- und Möbelschreiner.

Zeugnis
Beim Zeugnis achte ich besonders auf gute Noten in Mathematik und Technik.

Betriebspraktikum
Ein Praktikum in den Ferien ist die Regel. Die eigentliche Ausbildung beginnt mit einem Berufsfachschuljahr. Dieses kann man nur dann auch ohne Lehrvorvertrag beginnen, wenn die Klassen noch nicht voll sind. Es passiert dann oft, dass die Lehrer dann in geeignete Betriebe vermitteln.

Vorstellung
Schön, wenn einer beim Vorstellungsgespräch aufgeregt ist. Es kann ja nicht jeder frei reden. Aufregung darf ruhig sein und wird von mir nicht negativ aufgefasst.

Gegen das Klingeln von Handys allerdings bin ich allergisch. Schlecht ist auch, wenn der Bewerber Raucher ist. Ein Schreiner sollte besser Nichtraucher sein, da in einer Schreinerei absolutes Rauchverbot herrscht. Außerdem ist bekannt, dass Raucher 18% weniger Arbeitsleistung bringen. Wer beim Bewerbergespräch die Kappe auf Kopf trägt, ist unhöflich und wer seine Schuhe nicht ordentlich geschnürt hat, ist schlampig.

 

Ablauf des Vorstellungsgesprächs
Beim Schreinerberuf ist räumliches Vorstellungsvermögen sehr wichtig. Ich lasse beim Gespräch mit dem Bewerber per Augenmaß eine Länge abschätzen oder ein Brett gerade an die Wand halten, so dass das Brett im Wasser ist. Ich weise auch darauf hin, dass der Schreinerberuf für Linkshänder schwieriger ist, auszuüben, da die Maschinen auf rechts eingestellt sind. Wir sprechen über den Tariflohn und auch über die Kosten des zur Gesellenprüfung anzufertigenden Gesellenstücks. Der Ausbildungsbetrieb zahlt 200 EUR, der Rest muss vom Azubi selbst übernommen werden. Die Arbeitszeit beträgt zur Zeit 38,5 Stunden, in der Regel wird Freitag Nachmittag nicht gearbeitet. Für den am Schreinerberuf Interessierten ist wichtig zu wissen, dass es für den Besuch der Berufsfachschule im ersten Lehrjahr kein Geld gibt. Im zweiten und dritten Lehrjahr ist ein Tag in der Woche Berufsschultag. Außerdem gibt es noch überbetriebliche Berufsausbildung (ÜBA) in Waldshut, die durch die Ausbildungsumlage bei der Handwerkskammer Konstanz finanziert wird.

Richard Walser
Obermeister Schreinerinnung Konstanz
Wollmatinger Str. 41
78467 Konstanz

Herr Walser im Gespräch mit der Redaktion Schule-Beruf.de, Herrn Wolfsperger:

Die Audiodaten sind im MP3-Format abgespeichert. Um diese anzuhören benötigt man einen MP3 fähigen Player den Sie hier runterladen können.